Ansgarspiegel

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Monatsspruch Mai

Eure Rede sei allzeit freundlich und mit Salz gewürzt.

(Kolosser 4,6)

Man kann ja bekanntermaßen nicht nicht kommunizieren. Und angesichts vieler verschränkter Arme im Zug oder Gesichter auf den Straßen, die das deutliche Signal senden, nicht angesprochen werden zu wollen, ist doch eine freundliche Ansprache immer wieder etwas Besonderes. Sei es nur das lächelnde Nicken, mit dem sich ein Fahrradfahrer bedankt, wenn er gesehen und ihm Vorfahrt gewährt wird. Sei es der Wunsch für einen schönen Feierabend an der Kasse nach dem Einkauf. Sei es eine gesellige Runde mit Freunden. Seien wir freundlich! Miesepeter gibt es schon genug auf dieser Welt. Die machen das Leben nicht lebenswert. Aber nette Menschen! Versuchen Sie es. Wenn man nette Menschen freundlich anspricht, bekommt man freundliche Rede zurück. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder? Nur, mit dem Aufruf, stets und ständig freundlich zu reden, endet der Satz im Kolosserbrief nicht. Das wäre auch langweilig. Kreuzbrav immer lächeln, den anderen nie kitzeln und sei es auch nur verbal. Ein bisschen Salz gehört in die Suppe und ein wenig Pep in jede Kommunikation. Damit die Kommunikation nicht beliebig wird. Wenn ich mein „Danke“ sage, weil es sich gehört, nicht weil ich es meine, dann unterscheidet sich meine Rede nicht von der Kommunikation mit verschränkten Armen. Es macht mich nicht aus. Es zeigt nicht, wer ich bin, und es zeigt nicht, wie ich mein Gegenüber schätze. So bleibt es jedem selbst überlassen, wie er sein Reden würzt. Die Handygeneration hat ihre Emoticons, der eine seine feine Ironie, der andere offen gezeigten Enthusiasmus. Genau so, wie es zu jedem einzelnen von uns passt. Wie es uns ausmacht. Hauptsache, das, was wir sagen, kommt von Herzen. Hauptsache es ist echt!

Ihr Lars Eifler Kirchengemeinderat

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